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Rund um Ingelheim


Mit dem Bau der Kaiserpfalz in Nieder-Ingelheim durch Karl den Großen (748-814) ist Ingelheim zu europaweiter historischer und kultureller Bedeutung aufgestiegen. 788 berief Karl der Große in Ingelheim zum Beispiel eine Reichsversammlung ein, in der der Bayerherzog Tassilo III. abgesetzt und verurteilt wurde, und im Jahr 1170 wurde Heinrich IV. von seinem Sohn als Kaiser abgesetzt.

Seit 1993 finden auf dem Gelände der ehemaligen Kaiserpfalz Karls des Großen erfolgreiche Grabungen statt, nach deren Abschluss die Ingelheimer Kaiserpfalz die besterforschte karolingische Pfalz sein wird. Für die Kaiserpfalz wurde ein denkmalpföegerisches Konzept entwickelt, das bis 2007 umgesetzt sein soll.

Auf dem Westerberg erhebt sich der Bismarckturm als ein von Weitem sichtbares Wahrzeichen der Stadt Ingelheim am Rhein. An dieser Stelle wurde in den Jahren 1902 bis 1912 dieser 33 Meter hohe Turm errichtet. Damit wurde einerseits ein Aussichtsturm geschaffen, der einen weiten Blick über die herrliche Landschaft bis in den Rheingau hinaus ermöglicht. Andererseits stellt dieses Bauwerk ein Zeugnis der Bismarck-Denkmalsbewegung dar, die nach dem Tode des ersten deutschen Reichskanzlers Otto Graf von Bismarck im Jahr 1898 in ganz Deutschland Spuren hinterlassen hat.